Kopfflimmern

Doppelknoten

Was bedeutet das? Dieses Hin- und Herlaufen, die Gerüchte, dass wir alle aufbrechen müssen? "Wenn man's genau nimmt, bist du schon zu spät", sagen sie und stecken mir kalte Blicke zu. Aber solange es nicht dunkel vor den Fenstern ist, glaube ich nicht, dass auch nur ein Körnchen Wahrheit drinsteckt. "Wisst ihr", sag ich ihnen, "Es ist dumm zu Fuß vorankommen zu wollen, wenn man ein Boot unter sich hat" Und wenn ich das Verlangen danach habe Vögel am Himmel so sehen, an manchen kalten Wintertagen, kann ich sie mit meinen Händen machen, damit nur ich sie sehen kann.

1 Kommentar 28.11.10 13:56, kommentieren

Mäntel

Nachts schließe ich alle Türen und Fenster, dichte die Ränder meines Bettes mit Decken und Kissen ab und versuche niemandem irgendeinen Anlass zu geben. Ich weiß nicht zu was und erst recht nicht wem. Vielleicht ist es ja die Zeit, sie soll nicht an mir kratzen, ich will sie umgehen und brauche, je mehr Tage verstreichen, immer größere Vorräte an Sicherheit. Dabei weiß ich überhaupt nicht, woher nehmen und woran festhalten. Es ist nicht einmal klar, ob die Dinge, ihr Grad an Festigkeit, bei näherem Befühlen, hinreichen würde. Ich schaue aus beiden Augen in die Welt und sehe viel zu wenig, und darunter kaum etwas, das mir Vertrauen einflößt. Da ist manchmal ein Stückchen Wiese, ein paar Schatten darauf von vorübergehenden Menschen, die ich um ihre Schals und Mäntel beneide. Weil sie sie ausfüllen, der Stoff liegt an ihren Körpern, um sie zu bekleiden, sie suchen kein Versteck darin. Aber ich kann mich nicht an die Fersen mehr als eines Menschen heften, das wäre nicht gerecht, denn da sind andere, die es sich verdienen. Also nehme ich statt einer beide Hände meines Menschen, an kalten Tagen, sodass er Mühe hat mich zu beruhigen.

11.10.10 12:04, kommentieren

Honig

Im Juli ist das Licht wie Honig, süß und golden und zähflüssig zugleich. Auf allen Gesichtern Müdigkeit und kaum noch Erinnerungen an den letzten Winter, um die Hitze fortzuwischen. Der Wind hat, scheints, vergessen, dass er mal übers Meer gegangen ist, so heiß und dick ist er geworden in den letzten Tagen. Manchmal hängt er im Feld oder den Bäumen fest und kann nicht weiter, solange bis in Sturm und Regen der Himmel auf ihn herunterfällt.


|Gehört| Anna Ternheim

|Gesehen| Shrek Forever After

|Gelesen| Thomas Schenk "Im Schneeregen"

|Getan| nicht viel

|Getrunken| selbstgemachte Milchshakes

|Gegessen| Salat und Auflauf

|Gewünscht| ein bisschen Kühle

|Geklickt| http://thefeathercircus.blogspot.com

|Gekauft| Luftige T-Shirts und eine kurze Hose. Wenn es schon so weit ist, dass ich kurze Hosen trage, muss es tatsächlich heiß sein.

2 Kommentare 5.7.10 17:04, kommentieren